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Der Blick

 
Der Blick des anderen

Sartre beschreibt zwei grundlegende Haltungen gegenüber anderen Menschen, zwischen denen wir wechseln und die sich ausschließen: Einen Anderen als Objekt betrachten (den Anderen erblicken) oder sich durch den anderen als Objekt betrachtet wahrnehmen (erblickt werden). Alle konkreten Beziehungen (Liebe, Gleichgültigkeit, Masochismus) zu Mitmenschen entspringen entweder der einen oder anderen Haltung, wobei die Beziehungen instabil ("metastabil") sind und sich verändern.[10]

„Ich befinde mich in einem öffentlichen Park. Nicht weit von mir sehe ich einen Rasen und längs des Rasens Stühle. Ein Mensch geht an den Stühlen vorbei. Ich sehe diesen Menschen, ich erfasse ihn gleichzeitig als einen Gegenstand und als einen Menschen. Was bedeutet das? Was will ich sagen, wenn ich von diesem Gegenstand behaupte, daß er ein Mensch sei?“

– Sartre, S. 457

„Im Blick des Anderen erfahre ich den Anderen als Freiheit, die mich zum Objekt macht.“

 
Quelle: Wikipedia.org